Stress lass’ nach – Wie wir unsere vierbeinigen Freunde bei der Entspannung unterstützen können

29.11.2021 12:14


Überdrehtheit, Gereiztheit, Nervosität oder gar Aggressionen gegenüber Artgenossen oder dem eigenen Halter: Stress bei Hunden hat viele Gesichter. Wie bei uns Menschen können auch Tiere darunter leiden und mentale, sowie physische Erkrankungen ausbilden, sofern sie längerfristig negativem Stress ausgesetzt sind. Viele Stressoren lassen sich schnell identifizieren, andere sind weniger offensichtlich. Doch Detektivarbeit ist oftmals gar nicht notwendig, sofern folgende Punkte berücksichtigt werden:

 

Ruhephasen einhalten

 

Bei vielen Hunderassen ist die allgemeine Annahme, dass die Tiere ein hohes Maß an Auslastung benötigen. Und ja: Regelmäßiges Training und Auslauf sind wichtig, aber zu viel des Guten wirkt sich negativ auf unsere Vierbeiner aus. Stresshormone, wie Adrenalin oder Cortisol, werden erst im Laufe des Tages abgebaut – und zwar in den Ruhephasen. Ausreichend Schlaf sowie Ruhe sind häufig der Schlüssel zu einer entspannten Fellnase. Hunde benötigen 18 bis 20 Stunden Schlaf pro Tag, wobei die reinen Tiefschlafphasen nur etwa 4 bis 5 Stunden ausmachen. Bei viel Trubel kommt das Tier nicht zur Ruhe. Vor allem Welpen und junge Hunde können noch nicht einschätzen, wann sie Ruhe brauchen und sich zurückziehen sollten. Reizüberflutungen münden daher oft darin, dass die Welpen völlig überdreht sind und nicht zur Ruhe kommen können. Es ist ratsam, Ruhephasen in den Tag einzuplanen, bspw. nach dem Training. Hierzu ist es wichtig, dass das Tier einen Rückzugsort für sich hat. [1]

 

Der richtige Rückzugsort

 

Wie die Tiere selbst, ist auch der perfekte Liegeplatz sehr individuell. Einige Hunde mögen eher weiche Unterlagen, andere können am besten auf nacktem Steinboden oder einer Decke entspannen. Auch Hundeboxen sind bei einigen Hunden beliebt. Wichtig ist bei allen Liegeplätzen, dass möglichst wenig Außenreize den Hund stören können. Ein Durchgangszimmer oder besonders laute Orte sind daher besser zu vermeiden. Am besten ist es, wenn dem Vierbeiner mehrere Liegeplätze zur Verfügung stehen, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. [1]

 

Im Rudel ist man weniger allein

 

Ist der Halter tagsüber nicht Zuhause, hat das Tier – so die Vermutung – viel Zeit zur Entspannung. Das trifft auch auf einen Großteil der Hunde zu. Einige Tiere stresst die Abwesenheit ihrer Bezugsperson jedoch immens, denn Hunde sind Rudeltiere. Die Alleinzeit kann so zur Tortur werden. [1] Im schlimmsten Fall wird der Hund unsauber oder vergeht sich am Mobiliar, um Ängste abzubauen. Um dies zu verhindern, sollte das Alleinbleiben bereits im Welpenalter trainiert werden. Bei schwierigen Fällen holt man sich am besten Hilfe von erfahrenen Hundetrainern. [2]

 

Kuscheln entspannt Hund und Halter

 

Der innige Körperkontakt zwischen Hund und Halter setzt bei beiden Oxytocin frei – ein Hormon, dass die Bindung zwischen Tier und Mensch stärkt, angstlösend wirkt und gleichzeitig für Stressabbau sorgt. Kuscheln ist also unbedingt erlaubt! Streicheleinheiten oder Massagen sollten vom Tier als angenehm empfunden werden. Oft zeigen Tiere deutlich, wenn sie bestimmte Berührungen nicht mögen, dies sollte unbedingt respektiert werden. Ausgedehnte Kuscheleinheiten müssen nicht immer Berührungen beinhalten – einige Tiere schmiegen sich einfach gern eng an ihre Bezugsperson. [1]

 

Denken ist auch Sport

 

Körperliche Aktivität ist für Hunde ein elementarer Bestandteil im Alltag. Eine zweistündige Gassitour allein reicht aber oftmals nicht aus, um das Tier auszulasten. Konzentrations- und Schnüffelübungen fordern Hunde mental heraus und lassen sich zudem gut in die täglichen Spaziergänge einbinden. [2] Das Verstecken von Leckerli in hohem Gras beispielsweise ist eine gelungene Abwechslung und kann Hunde lange beschäftigen. Besonders bei jungen Hunden kann die Fütterung so mit dem Erlernen von Grundkommandos oder Tricks kombiniert werden. Aber Achtung: Die Nasenarbeit ist für Hunde spannend, aber auch sehr anstrengend. Es sollten also genügend Pausen eingeplant werden. Wer bereits mehr Erfahrungen hat, kann sich an Fährtenübungen versuchen, bei denen der Hund bestimmten Gerüchen folgen und so z. B. Menschen oder Gegenstände finden soll. [3]

 

Das richtige Futter

 

Bei der Auswahl von Hundefutter gibt es einiges zu beachten, denn: Futter ist nicht gleich Futter. Das Alter des Tieres, mögliche Unverträglichkeiten oder Erkrankungen sollten bei der Futterauswahl berücksichtigt werden. Zudem sollte die richtige Menge an Futter mit dem Tierarzt besprochen und auf das Tier angepasst werden. Auch Zusatzstoffe, wie Lockmittel, können sich negativ auf den Gemütszustand auswirken. Ergänzungsfuttermittel mit hochwertigen Pflanzenextrakten aus Baldrian, Kamille oder Johanniskraut können dem Futter beigemengt werden, um das Tier bei der Entspannung zu unterstützen.

 

Quellen

[1] https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/entspannung-fuer-den-hund-tipps-gegen-stress/

[2] https://hundezeugs.at/blog/10-wege-zu-mehr-ruhe-entspannung-fuer-deinen-hund

[3] https://www.fressnapf.de/magazin/hund/sport-spiel/faehrtenarbeit/



 

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