Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht ist

20.09.2022 15:29

 

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht ist

 

Diabetes gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Ländern des globalen Nordens. Schätzungen zufolge nutzen etwa ein Drittel der Betroffenen alternative oder komplementäre Formen der Medizin. Einige Pflanzenextrakte erhalten eine besonders hohe Aufmerksamkeit. 

Wer einen erhöhten Blutzuckerspiegel hat, lebt mit einem hohen Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.  Im Jahr 2021 starben allein in Deutschland über 150.000 Menschen im Alter von 20 bis 79 Jahren an den Folgen einer Diabeteserkrankung. Weltweit liegt die Zahl bei fast 7 Millionen Menschen [1]. Ein stark erhöhter Blutzuckerspiegel kann Symptome hervorrufen, die nicht immer direkt mit Diabetes in Verbindung gebracht werden, jedoch lebensgefährlich sein können. Ein starkes Durstgefühl, das auch durch (viel) Trinken nicht nachzulassen scheint, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit sowie Übelkeit und Schwindel gehören dazu. Bei einem beginnenden diabetischen Koma kommen Bauchschmerzen und Erbrechen hinzu. Wer die Warnsignale des Körpers nicht oder zu spät erkennt, kann aufgrund der glykämischen Entgleisung bewusstlos werden. Eine schwere Atmung und ein fauler Mundgeruch – aufgrund des in der Atemluft enthaltenen Azetons – treten meist kurz vor dem Koma auf. [2] Normalerweise liegen Blutzuckerwerte nüchtern zwischen 50 und 110 mg/dl, nach dem Essen steigen sie höchstens auf 140 mg/dl an [2]. Bei Diabetikerinnen und Diabetikern kann der Körper den Blutzucker, den sie durch Nahrung aufnehmen, nicht verstoffwechseln. Die Bewusstlosigkeit tritt dann auf, wenn der Körper – also Blut und Gewebe - stark übersäuert. Dies passiert, da durch den Mangel an Insulin auch die hemmende Wirkung auf den Fettstoffwechsel fehlt. Der Körper wird regelrecht mit Fettsäuren überschwemmt und kann diese nicht oder nur unvollständig abbauen. 

 

Diabetes ist nicht gleich Diabetes

 

Zunächst einmal: Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Bei Typ-1-Diabetes kommt es zu einem absoluten Mangel des Hormons Insulin – dieser Diabetestyp wird daher auch insulinabhängiger Diabetes mellitus genannt. Hervorgerufen wird dieser Typ durch ein Versagen der Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Diese produzieren bei gesunden Menschen das Hormon, das für den Abbau von Blutzucker in unserem Blut verantwortlich ist: Insulin. Meist tritt die Krankheit bereits im Kindes- oder Jugendalter auf. Da diese Diabetesform bislang nicht heilbar ist, müssen die Patientinnen und Patienten ihr gesamtes Leben lang Insulin spritzen. Anders bei Typ-2-Diabetes. Diese Form entsteht durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin, einer sogenannten Insulinresistenz. Durch eine jahrelange Überproduktion von Insulin, kann es zu einer Erschöpfung der insulinproduzierenden Zellen kommen. Neben einer erblichen Veranlagung sind die Ernährungsweise, Bewegungsmangel und das Gewicht der Patientinnen und Patienten ausschlaggebend dafür, ob sich Diabetes entwickelt. Etwa 90% der Diabetes-Erkrankten leiden an Typ-2-Diabetes. Die gute Nachricht: Diese Diabetes-Form ist behandelbar – und vermeidbar! Meist erfolgt die Therapie in Form einer Ernährungsumstellung, sowie vermehrter regelmäßiger Bewegung. Eine konsequente Veränderung des Lebensstils, kann eine Einnahme von blutzuckersenkenden Medikamenten oder das Spritzen von Insulin vorbeugen. [3]

 

Typ-2-Diabetes vorbeugen - durch ausgewogene Ernährung und Bewegung

 

Wer langfristig einen erhöhten Blutzuckerspiegel hat, riskiert, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Mittlerweile gehört Diabetes zu den sogenannten Volkskrankheiten – etwa 7% der Erwachsenen in Deutschland sind betroffen [4]. Grund hierfür sind vor allem Arbeit in meist sitzender Position, wenig Bewegung im Alltag und eine Ernährungsweise, die zu viel Zucker und Fett enthält. Wer zudem raucht oder regelmäßig Alkohol konsumiert, erhöht das Risiko, an Typ-2-Diabtetes zu erkranken. 

 

Pflanzenextrakte zur Unterstützung der Diabetes-Therapie 

 

Zimt ist zu einem interessanten Naturprodukt geworden, wenn es um die unterstützende Therapie von Typ-2-Diabetes geht. Ihm werden gesundheitliche Vorteile zugeschrieben, wie etwa die Fähigkeit, die Serumfette und den Blutzucker zu senken. Es wird vermutet, dass die Art und Weise, wie Zimt seine Wirkung auf den Blutzucker entfaltet, auf seinen aktiven Bestandteil Zimtaldehyd zurückzuführen ist. Zimtaldehyd soll unter anderem einen positiven Einfluss auf die Förderung der Insulinfreisetzung, die Verbesserung der Insulinsensitivität sowie die Erhöhung der Insulinverfügbarkeit haben. [5] Neben Zimt hat auch Bittermelone (Momordica charantia) in den vergangenen Jahren das Interesse von Forscherinnen und Forschern geweckt. Die Pflanze wird seit Langem in der traditionellen Heilmedizin von indigenen Völkern Asiens, Süßamerikas, Indiens und Ostafrikas zur Behandlung von Diabetes und diabetesähnlichen Erkrankungen verwendet. [6] Als eine Pflanze mit starken antidiabetischen Eigenschaften gilt Gymnema sylvestre. Die Blätter werden häufig als Tee eingesetzt. Der Wirkstoff der Pflanze ist eine Gruppe von Säuren, die als Gymnemasäuren bezeichnet werden. Es wurde festgestellt, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit, Gymnemasäuren und Diabetes bestehen könnte. [7] 

 

Chrom bei Diabetes mellitus

 

Es gibt Belege für die Wirksamkeit von Chrompräparaten bei der Verbesserung des Zustands des metabolischen Syndroms und bei einigen Diabetes-Typ-2-Patientinnen und -patienten. Chrom ist ein essentieller Mikronährstoff für den Menschen. In seiner dreiwertigen Form ist das Spurenelement für Stoffwechselprozesse wie den Zucker-, Eiweiß- oder Fettstoffwechsel und die Übertragung von Neurosignalen wichtig. Zudem ist es wichtig für die Wirkung des Insulins am Insulinrezeptor. Wenn das Insulin am Rezeptor andockt, öffnet sich ein spezieller Glukosetransporter, sodass die Blutglukose in die Zelle gelangen kann. Chrom kann das Zusammenspiel von Insulin im menschlichen Körper unterstützen und trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei. [8]

Grundsätzlich lässt sich – wie bei Vielem - sagen: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wer Typ-2-Diabetes vorbeugen möchte, sollte auf genügend Bewegung im Alltag und eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise achten. Der Konsum von Alkohol und Tabak sollte eingeschränkt oder gänzlich vermieden werden. 

 

Quellen

 

[1] IDF Diabetes Atlas Tenth Edition 2021, Seite 104ff. 

[2] https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/therapie_bei_diabetes/rund_um_die_therapie/diabetisches_koma_erkennen_und_vermeiden

[3] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/diabetes.html

[4] https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/volkskrankheit-diabetes-484206

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3767714/

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4027280/

[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2170951/

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